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Kirchen und Kapellen
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Pfarrkirche St. Martin  (Pfarrgasse 6)

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Die Pfarrkirche St. Martin gibt in harmonischer Bauweise die Entwicklung von Stadt und Kirche in vier verschiedener Baustile wieder: An derselben Stelle, wo um die Jahrtausendwende eine kleine Holzkirche erwähnt wird, erbaute man 1190 eine dreischiffige Basilika in romanischem Stil. Von dieser Kirche stehen heute nur noch die beiden Türme, der nördliche im Original, der südliche, im 19. Jahrhundert um ein Stockwerk erweitert, mit einem aufgesetzten hölzernen schieferbedeckten Helm mit vier Eckpyramiden.

Im Jahr 1332 ersetzte man den relativ kleinen romanischen Chor durch einen grö8eren gotischen Chor, an dessen Nordseite man die Sakristei anbaute. Das Anwachsen der Bevölkerung Mitte des 18. Jahrhunderts, sowie die Baufälligkeit des Kirchenschiffs erzwangen 1775 - 77 den Abriss desselben und den Neubau eines nunmehr barocken Mittelschiffs im Hallenstil (auch Zopfstil genannt), von den Türmen bis zu verbliebenen Westfassade mit einer doppelstöckigen Empore.

Als die Bevölkerung im Laufe des 19. Jahrhunderts weiter anstieg, stütze man die beiden Seitenwände mit je zwei Pfeilern ab, öffnete die Seitenwände und baute 1895/99 auf beiden Seiten ein Seitenschiff in neugotischem Stil an. Gleichzeitig erweiterte man die Sakristei auf die heutige Größe.

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Unsere Filialkirche in Friedrichssegen (Erzbachstraße)

 

 

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Josefskapelle (Todtentalerweg)

 

Josefskapelle

 

 

Eine Kapelle des hl. Josef war schon in der zweiten Hälfte des vorigenen Jahrhunderts im Bereich der heutigen Nordallee erbaut worden. 1889 wurde sie abgebrochen und auf der Höhe neben dem Todtentalerweg wieder aufgebaut. 1982 erfolgte eine Renovierung der Kapelle.

 

 

 

 

Bericht der Teilnahme des Fördervereins zur Erhaltung und Renovierung der Kirchen und Kapellen bei der Aktion "Rheinland-Pfalz macht mit" von SWR4 (2009)

"Die Josefkapelle erstrahlt in neuem Glanz"
 
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Die Heilig-Geist-Kapelle (Rheinhöhenweg)

Auf dem Martinsberg stand schon 1342 weithin sichtbar die Heilig-Geist-Kapelle. Sie war verbunden mit einem Hospital für Kranke mit ansteckenden Krankheiten. Infolge der Säkularisation 1803 fielen Hospital heiliggeist2und Kapelle an die Fürsten von Nassau. Heute steht nur noch die Kapelle, die 1898 ein Türmchen zur Aufnahme der Glocke aus der Wenzelskapelle erhielt.

 

Auch Altar und Pietà aus der 1903 wegen der Erweiterung des Güterbahnhofs abgebrochenen Wenzelskapelle wurde in die Heilig-Geist-Kapelle versetzt. Später jedoch wurde das wertvolle Vesperbild in die Pfarrkirche verbracht, während die Heilig-Geist-Kapelle eine Terrakotta-Pietà vom ehemaligen Altar der Schmerzhaften Muttergottes erhielt.

Im Jahre 1954 veranlaßte der Katholische Frauenbund eine umfassende Renovierung der Kapelle. Im Zuge dieser Renovierung wurde die Hallgartener Madonna des Bildhauers Caspar Weis aus der Pfarrkirche im Altar aufgestellt.

Heute ist die Kapelle ausgestattet mit zwei Gemälden von den ehemaligen Barockaltären der Martinuskirche, einer Kreuzabnahme und einer Darstellung des heiligen Sebastian. Zudem befinden sich in der Kapelle figürliche Darstellungen des heiligen Wendelinus, des heiligen Sebastian und des Königs David. Letztere dürfte wohl ehemals die Stummorgel in der Pfarrkirche geziert haben.

Von 1960 bis 1998 fanden in der Heilg-Geist-Kapelle regelmäßig Gottesdienste statt; sie wird auch gern für Trauungen genutzt.

Die bei der Kapelle liegende Heilquelle wurde 1972 neu gefaßt.

(s. Heimatjahrbuch des Rhein-Lahn-Kreises 2000)

 
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Die Kapelle Unserer Lieben Frau

auf dem Hübel (Max-Schwarz-Straße)

 

wenzel3Auch dieses besser unter dem Namen Wenzelskapelle bekannte Gotteshaus war 1803 in den Besitz der Nassauer Fürsten gekommen. Der Name der Kapelle erinnert an die am 20. August des Jahres 1400 am Rheinufer in Oberlahnstein erfolgte Absetzung des Deutschen Königs Wenzeslaus von Böhmen.

1898 wurde sie an die Königlich - preußische Eisenbahnverwaltung verkauft und 1903 bei der Erweiterung des Güterbahnhofs abgerissen. Chor und Vorhalle wurden 1905 nach mehrmaliger Aufforderung durch die Gemeinde von der Eisenbahnverwaltung für 3000 Mark mit dem alten Steinmaterial 80 Meter weiter westlich wieder aufgebaut. Da bekanntlich die Gesellschaft zum Betriebe des Victoriabrunnens 2000 Mark zu den Baukosten beigesteuert und auch den Grund und Boden kostenlos zur Verfügung gestellt hat ... so ist die Königliche Eisenbahnverwaltung, die doch naturgemäß zum Aufbau der Kapelle verpflichtet war, sehr billig davongekommen.

1953 ließ die Firma Zschimmer & Schwarz die Kapelle renovieren und stiftete zudem eine neue Glocke.

 

(s. Heimatjahrbuch des Rhein-Lahn-Kreises 2000)

 
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Die Hospitalkapelle St. Jakobus (Hochstraße) 

Auf dem Weg nach Santiago ist Europa entstanden - Joh. Wolfg. v. Goethe

Die Hospitalkapelle wurde um 1330 erbaut. Sie diente mit dem daneben gelegenen Hospital während derhospitalkapelle großen europäischen Wallfahrten des Mittelalters nach Santiago de Compostela in Spanien zum Grabe des Hl. Apostels Jakobus den durchreisenden Pilgern als Unterkunft, denn bis nach Santiago waren noch rund 2200 km zurückzulegen. Die erste Erwähnung dieser Kapelle stammt aus dem Jahre 1330 im Zusammenhang mit der Nennung eines Priesters Nikolaus, provisor hospitalis Pauperum in Laynstein. Zwei Jahre später gewährten mehrere Erzbischöfe und Bischöfe der Hospitalkapelle zusammen mit der Martinuskirche und der Ulrichskapelle in der Burg Lahneck für Besucher und Beter einen 40-tägigen Ablaß.

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Die Oelbergkapelle (Alter Friedhof, Rheinhöhenweg)

oelberg1Das hohe Heiligenhäuschen am östlichen Ende der Burgstraße wird schon 1851 als Oelbergkapelle bezeichnet. Diese Kapelle war ursprünglich die erste Station eines Kreuzweges, der zur Heilig-Geist-Kapelle auf dem Martinsberg führte. Noch um die Jahrhundertwende bestanden von diesem Kreuzweg die zweite und die letzte Station. Die heutige Straßenbezeichnung Auf’m Charweg erinnert noch daran, weil dieser Kreuzweg in der Karwoche begangen wurde.


Da die Kapelle den zunehmenden Straßenverkehr behinderte, wurde sie 1934 etwas versetzt und in fast der gleichen Form wieder aufgebaut. Doch 1972 wurde sie endgültig abgerissen, weil sie wiederum dem Verkehr im Wege stand. Als Ersatz für die Kapelle wurde wurde an der Mauer des alten Friedhofes eine moderne Pietà angebracht. 1981 wurde auf Initiative von Karl Pott auf dem Gelände des alten Friedhofes eine neue kleine Oelbergkapelle errichtet, in der die Christusfigur der früheren Kapelle - doch ohne den Engel mit dem Leidenskelch - steht.

 

(s. Heimatjahrbuch des Rhein-Lahn-Kreises 2000)