Kirche Heilig Geist, Braubach

Heilig Geist von aussen nachts Öffnungszeiten

täglich 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Gottesdienste

Adresse

Obere Gartenstrasse 16, Braubach

Küster

Hans - Georg Killian

Küster der Kirchengemeinde Heilig Geist

Tel.


 

Förderverein

Rita Wolf Tel. 02627/752


 

 

 

 

 

Kurze Historie zur Pfarrkirche „Heilig Geist", Braubach
„Lang, mühsam und aufreibend war der Weg bis zur Vollendung unserer neuen Pfarrkirche mit ihrem Gemeindezentrum" schrieb Pfarrer Theodor Schaefer in der Festzeitschrift zur Einweihung der Heilig-Geist-Pfarrkirche in Braubach am 09.05.1970 durch den Diözesan-Bischof Herrn Dr. Wilhelm Kempf, Limburg.

1952 wurde ein Antrag auf Erweiterung der alten, kleinen kath. Pfarrkirche „St. Barbara" (Einweihung im Mai 1869 in der Friedrichstraße) gestellt, da sie die Kirchenbesucher längst nicht mehr alle aufnehmen konnte. Diese Bitte der Braubacher um Erweiterung und Sanierung der alten Kirche, sowie das Angebot der ev. Kirchengemeinde, die alte Barbara-Kirche (1407) (neben ehemaligem Hotel Hammer) zu übernehmen, wurde vom Bistum abgelehnt. Das neue Gemeindezentrum wäre für die Zukunft zu planen und zu bauen. Pfarrermangel würde einen Gemeindeverbund notwendig machen. Braubach sei dafür ausgewählt und deshalb müsse eine neue, große Kirche gebaut werden. Das Ordinariat in Limburg hat gegen alle aufgeführten Bedenken der Braubacher das Machtwort gesprochen, was zunächst mit Argwohn betrachtet wurde.

1956 - Bei Amtsantritt von Herrn Pfarrer Theodor Schäfer im Jahre 1956 wurde vom Bischöflichen Ordinariat Limburg die Notwendigkeit und Verpflichtung zum Neubau einer größeren Kirche erklärt.
1957 – Am 25.3. wurde der Kirchenbau in die Bauliste aufgenommen
1958-1959 Prüfung der Bauplatzfrage auf dem Grundstück Ecke Schul- und Friedrichstraße mit der Entscheidung des Landeskonservators, dass eine Erweiterung auf dem Grundstück in der Schulstraße nicht in Frage kommt.
1959-1966 werden unter großen finanziellen Opfern die Grundstücke auf dem heutigen Gelände „In der Hube" erworben.
1966 – 1968 Planungsauftrag für Vorentwurf an Herrn Architekt Dipl.-Ing. Busch, Frankfurt, Bohrungen für Gutachten über die Gründungsmöglichkeiten, statische Berechnung, Baugenehmigung, Pfarrversammlung stimmt über den Titel „Heilig-Geist-Kirche" mit anschließender Genehmigung des Bischofs ab, Grundsteinlegung am 4.6.1968
1969 – Richtfest am 27.6.
1970 – festliche Einweihung am 09.05.

Auszug aus den „Gedanken des Architekten" aus der Festzeitschrift:
„.... Der Kirchenraum wurde als Mittelpunkt der Anlage entworfen, mit Betonmauern gefasst, jedoch wieder durch Versetzen der Mauern nach außen geöffnet, im Altarbereich abgeschirmt und geborgen, jedoch durch die Lichtführung und die darüber schwebende Decke frei und aufrecht gestaltet.
Hinter dem Altar ist das „Vaterunser....." in den Beton der Wand gegossen, übergreifend über Ort und Zeit. Die Vollzugsorte der Sakramente Taufe – Buße – Abendmahl sind im Dreieck Spannpunkte des Raumes. Orgel, Gestühl und Beleuchtung unterstreichen diese Disposition, die Eingänge sind unbetont, jedoch durch Vorräume bereichert. ......
Im Stadtbild soll die „Kirche im Tal" mit ihren Anbauten aus den Gedanken dieser Zeit gewachsen erscheinen, wie die Marksburg über die Stadt aus dem Leben ihrer Zeit. Der Beton der Kirche und die Anbauten aus normalen, gutgebrannten Ziegelsteinen betonen auch im Baumaterial gemeinsame Gestaltungsmerkmale eines einfachen, ehrlichen Bauens.
Da die Wände des Kirchenraumes in Beton gegossen wurden, lag es nahe, Zeichen oder Bildwerke einzugießen. So wurde der Grundstein, das Vaterunser, der Kreuzweg, Zeichen von Brot und Wein und des Geistes Gottes miteingearbeitet. Der Kreuzweg – wie eine Keilschrift – ist frei von einer überkommenen Bildsprache und will in der Knappheit seiner Zeichen zu eigener Betrachtung und Meditation anregen.
Die Gaben des Heiligen Geistes sind an der Außenwand zur Umgehungsstraße nach dem Rhein hin durch sieben Flammen symbolisiert, deren jede in sich freigestaltet eine Vielzahl von Formen und Bewegungen aufweist. So sind sie Zeichen der Lebendigkeit des Geistes Gottes, von dem es in der Hl. Schrift heißt, dass er weht, wo und wie er will.
Der aus Betonscheiben gebildete Raum der Kirche mit seinem schwebenden Dach forderte eine Verglasung, die das bauliche Konzept nicht stört. So wurde die Bleiverglasung aus weißgrauem opalisiertem Antikglas und Fensterglas gestaltet. Der Innenraum wurde so nach außen hin abgeschirmt und das Draußen bleibt doch sichtbar, ähnlich der Wirkung eines locker gewebten Vorhanges.
Das Ornament der Verglasung steht im Gegensatz zur straffen Bauform, so dass eines den Reiz des andern unterstreicht. Es wurde bewusst auf Farben verzichtet, um den Farben der Gewänder Raum zu geben, um so die liturgische Handlung ganz deutlich in die Mitte zu stellen.
Tabernakel, Kreuz und Leuchter wurden in Bronze gebildet, teilweise vergoldet. Das Kreuz, in blütenhafter, durchbrochener Form, als Zeichen der Erlösung und Auferstehung, ist ein Geschenk der evangelischen Kirchengemeinde....." (Ende des Zitats aus der Festzeitschrift)
Ursprünglich war die Kirche 2,50 m tiefer geplant. Nach der Fundamentierung stellte Architekt Busch von der zwischenzeitlich laufenden Straßenbaustelle B 42 Braubach-Oberlahnstein ein unmögliches Gesamtbild zum Stadtbild mit Marksburg fest. Die Kirche versank in der Böschung. Deshalb erhöhte man alle Außenwände um eine Rasterhöhe von ca. 2,50 m. Dies ist heute ein Nachteil im Innenraum der Kirche und verursacht auch hohe Energiekosten.
1998 – 2004 Sanierungsarbeiten am Glockenturm, Dach, Außen- und Innenwände, Fußboden, Heizkessel, Orgel – zum Teil mit Hilfe vieler Spenden von Privatpersonen und Firmen

2006 – wegen des ungleichen Verhältnisses zwischen der aktuellen Anzahl der Gottesdienstbesucher und der hohen Unterhaltungs- bzw. Energiekosten plante das Bistum im Rahmen des Programms „Sparen und Erneuern", die Heilig-Geist-Kirche (700 m²) und das Pfarrzentrum (440 m²) abzureißen und ein neues Gemeindezentrum (350 m²) mit sakralem Raum zu bauen. Dagegen gab es erheblichen Widerstand seitens der Kirchengemeinde, und es wurde der „Förderverein zur Erhaltung der Heilig-Geist-Kirche e.V." gegründet, der zeitweise über 100 Mitglieder zählte und inzwischen mit folgenden Aktionen fleißig Geld anspart:
Jahresbeitrag 12,00 €, Benefizkonzerte (in der Heilig-Geist-Kirche herrscht eine wunderbare Akustik), Ostern-, Herbst- und Weihnachtsbasare des Frauenkreises, Flohmarkt am Pfarrfest, Pfarrfest, Kalenderaktion, mtl. Sonderkollekten, Salatbar an Tal Total, Kuchentheke an Hobbykünstler-ausstellung, Meditationsbüchlein mit Fotos aus der Kirche und passenden Texten, Weihnachtskartenaktion, etc.....
Der Widerstand gegen der Abriss der Kirche hat sich gelohnt und es wurde seitens des Bischöflichen Ordinariats in Limburg zugesichert, dass gegen die Entscheidung des Verwaltungsrates nichts unternommen wird. Inzwischen wurde mit Beteiligung der Stadt und des Landes das Pfarrzentrum renoviert und die Kirche steht.

  • Eingang_zum_Pfarrzentrum
  • Glocke_Heilig_Geist
  • HeiligGeistKreuz
  • Heilig_Geist
  • Heilig_Geist_Altarraum
  • Heilig_Geist_Innenraum
  • Heilig_Geist_aussen_1
  • Heilig_Geist_im_Bau
  • Heilig_Geist_von_aussen_nachts
  • Innenraum_Heilig_Geist
  • Ornament_2_Heilig_Geist
  • Ornament_Heilig_Geist
  • Taufbecken_Heilig_Geist

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