„Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“

Ein Passus aus dem Matthäus-Evangelium bietet die Überschrift für einen öffentlichen Gesprächsabend, zu welchem die Kolpingfamilie St. Martin einlädt: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.“ Am Mittwoch, 13. September 2017 soll im Pfarrzentrum am Europaplatz im Stadtteil Oberlahnstein um 19 Uhr nicht über, sondern mit Flüchtlingen gesprochen werden. „Von den rund 400 Flüchtlingen, die seit 2015 in Lahnstein eine neue Heimat gefunden haben, haben wir beispielhaft zwölf eingeladen, ihre Fluchtgeschichte zu erzählen und auch über Erlebnisse und Begegnungen in Deutschland“, so Axel Laumann, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie St. Martin.

„Die Veranstaltung ist auch ein Experiment, denn wir wissen nicht, wie viele der Flüchtlinge der Einladung Folge leisten und auch nicht, wie viel „Publikum“ kommt. Wir wollen ganz bewusst die Erlebnisse einzelner Flüchtlinge in den Mittelpunkt stellen und so zeigen, daß es sich bei den Flüchtlingen nicht um eine „fremde Masse“ handelt, sondern jede und jeder einen Namen trägt und viele Schicksale damit verbunden sind.“ So wurden Flüchtlinge aus Syrien, Somalia, Afghanistan, Pakistan, Iran und Eritrea eingeladen. Mit den Flüchtlingen ins Gespräch kommen sollen nicht nur Kolping-Mitglieder, sondern alle interessierten Bürger. „Wie Adolph Kolping wollen wir den Menschen und seine ganz persönliche Biografie in den Mittelpunkt stellen. Wir reden bewusst nicht von ‚Flüchtlingsstrom‘, ‚Flüchtlingsschwemme‘ oder ‚Flüchtlingswelle‘. Für den Einzelnen, seine Not und sein Elend, sollten wir ein offenes Herz und Ohr haben“, appelliert Laumann an christliche Nächstenliebe, eigentlich selbstverständlich für Kolpingschwestern und –brüder.

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